Allgemein

FÜSSE

1. Untergrund:

Der Untergrund bzw. die Matte ist sehr indivduell. Im Prinzip reicht auch nur der harte Fußboden. Im Winter kann man eine etwas weichere Matte oder ein wärmeres Material verwenden. Die Matten benutzt man, um nicht zu rutschen, was gerade bei Stand- und Sprung-positionen von Vorteil ist. Wenn Du viel schwitzt, eignet sich eine saugfähigere Matte. Wichtig ist, dass sie nicht stinkt, rutscht und Du Dich auf ihr wohlfühlst.

2. Verwurzeln:

Stell Dir vor, dass Deine Füße Saugnäpfe sind mit denen Du auf der Erde stehst. Indem Du Druck in die 3 Punkte an den Ballen unter den großen Zehen, unter den kleinen Zehen und die Fersen gibst, spannt sich Dein Fußgewölbe fast automatisch auf. Dass heißt der Fußrücken zieht nach oben. Dieser Stand vermittelt Dir ein stabiles Gefühl, fest verwurzelt mit der Erde. Behalte das bei allen stehenden Positionen im Hinterkopf.

3. Ausrichtung:

Drehe den Fuß so, dass die Zehen möglichst gerade nach vorne zeigen.
Das kann bedeuten, dass Deine Fußaußenkanten parallel sind, muss es aber nicht. Nimm mit der Eintatmung Deine Zehen nach oben, spreize sie soweit Du kannst und lege sie dann ganz sanft und locker auf dem Boden ab. Versuche diesen Druck so zu halten und die Zehen nicht in den Boden hineinzupressen.

4. Fußgewölbe:

Die Plantarfaszie – eine breite Sehnenplatte in der Tiefe unserer Fußsohle – fängt hinten an der Ferse an und spannt das Fußgewölbe auf. Sie reicht vorne mit 5 Ausläufern zu jedem einzelnen Zehen. Wie bei einer Seilwinde, wird sie durch die Überstreckung der Zehengrundgelenke (siehe 2.), wie bei einer Seilwinde maximal aufgespannt und verteilt das Körpergewicht dadurch optimal. Das hält die Füße elastisch.

5. Finger:

Die Finger liegen gespreizt, um die kommende Last optimal zu verteilen. Der einzige Finger in dem ab und zu Druck ist, ist der Zeigefinger. Dieser bzw. das Gelenk sollte gerade nach vorn zeigen. Die Hauptlast sollte von den Grundgelenken in Daumen und Zeigefinger getragen werden. Indem Du den Druck eher auf die Fingerballen, als auf die Handgelenke verteilst, werden diese geschont.

6. Beinachse:

Heißt die Einheit aus Fuß, Unterschenkel, Oberschenkel und Hüftgelenk. Die Stellung der Beinachse wird durch die Ausrichtung der Hüftgelenke und Füße bestimmt. Der Fuß und das Hüftgelenk bringen das Knie in die Position, bei der die Kniescheibe genau nach vorne zeigt. Der Oberschenkel dreht sich, von der Hüfte geführt, nach außen, der Unterschenkel nach innen. Diese Verschrau-bung gibt dem Knie und der Beinachse Stabilität.

Bleib standhaft!

Die Füße tragen uns durch das Leben und doch schenken wir ihnen viel zu wenig Aufmerksamkeit. Einige Menschen spüren heutzutage ihre Füße nicht mehr. Wir stopfen sie in Schuhe und verlieren so immer mehr den Kontakt zu ihnen. Der Fuß verbindet den Menschen mit der Erde und ist Schnittstelle zwischen abfließender Energie (Apana-Prana) und aufsteigender Energie (Udana-Prana). Also zieht Eure Schuhe aus und lauft so oft es geht barfuß. Wir brauchen den Kontakt mit der Erde, um uns selbst zu erden.

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